Bad Nenndorf, 08.07.2018, von Dietmar Ernst

Ausbildung und Übung in Bad Nenndorf

Ausbildungswochenende der 1. Bergungsgruppe auf dem THW-Übungsgelände in Bad Nenndorf

Aufbau von Abstützungen aus Holz und dem EGS.

Um im Einsatz effektiv helfen zu können, ist eine Regelmäßige Ausbildung mit der Ausrüstung der 1. Bergungsgruppe notwendig. Deshalb stand für die Helfer der 1. Bergungsgruppe wieder einmal ein Ausbildungswochenende auf den THW Übungsgelände in Bad Nenndorf auf dem Dienstplan. Das THW Übungsgelände in Bad Nenndorf wird vom THW Landesverband Niedersachsen/Bremen unterhalten und bietet den THW Einheiten die Möglichkeit realitätsnahe Ausbildung und Übungen zu Einsatz-Szenarien aus dem THW Alltag durchzuführen. Für die Helfer der 1. Bergungsgruppe stehen solche Ausbildungswochenenden ein bis zwei mal im Jahr auf dem Dienstplan damit im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt. Die Ausbildungswochenenden finden als Zusatz zur normalen Standortausbildung statt. Als die Helfer um 17:00 Uhr in der Unterkunft des Hildesheimer THW eintrafen musste noch einiges an Material auf die Fahrzeuge verladen werden bevor man die 60 Kilometer lange Fahrt nach Bad Nenndorf antreten konnte. Nach der Ankunft in Bad Nenndorf richteten sich die Helfer erstmal die Unterkunft auf dem Übungsgelände her, die Verpflegung wurde vorbereitet so wie die Feldbetten und Schlafsäcke in Position gebracht. Anschließen ließ man den Abend gemütlich ausklingen, (so dachten zu mindestens die Helfer). Als alle in ihren Betten lagen folgte allerdings unverhofft eine Alarmierung, " EINSATZ-1. Bergungsgruppe- Gebäudeschaden nach Flugzeug Absturz", alle waren sofort wieder hellwach und stellten unverzüglich die Einsatzbereitschaft her. Nach der Einweisung in die Lage durch den Gruppenführer wurden die Aufgaben verteilt, Ausleuchten der Einsatzstelle, eine Lageerkundung vornehmen dann wieder Meldungen an die Übungsleitung und den Gruppenführer per Digitalfunk. Anforderung eines Baufachberaters der das Gebäude auf Standsicherheit überprüfte. Dann erreichte die eingesetzten Helfer die Meldung es sind noch "Vermisste Personen im Gebäude" darauf hin wurde der Erkundungsschwerpunkt auf die noch zugänglichen Räume des teileingestürzten Gebäudes verlagert bis die Person geortet war. Als nächstes erfolgte die Rettung mittels Bergeschleppe und Schleifkorb aus den Kriechgängen des Trümmerhauses. Nach ca. 2 Stunden Übungseinsatz kamen die Helfer dann endlich zu ihrer wohlverdienten Nachtruhe. Am Nächsten Morgen ging nach einem ausgedehnten Frühstück dann die Ausbildung los, die Gruppe wurden in zwei Trupps geteilt, Trupp 1 begann unter Leitung des Gruppenführers mit dem Thema Abstützen und Aussteifen von Gebäuden mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS), mit Stützböcken aus Holz und mit den Windenstützen. Der zweite Trupp beschäftigte sich mit dem Thema Retten aus Höhen und Tiefen, die Helfer lernten unter Anleitung des Truppführers den Umgang mit dem Rollgliss, wie man mit Behelfskonstruktionen aus dem EGS Anschlagpunkte schafft und Personen sicher mit dem Schleifkorb, der Krankentrage und dem Rettungsdreieck Auf-und Abseilen kann. Nach der Mittagspause wechselten die Trupps untereinander so das Jeder beide Ausbildungsthemen durchlaufen hatte. Gegen Abend wurden dann der Umgang mit dem Hydraulischen Rettungsgeräten wie Hydropresse und Schere/Spreizer geübt aber auch die Hebekissen kamen noch zum Einsatz um schwere Lasten zu heben. Anschließend klang der Abend bei gegrilltem gemütlich aus, am Sonntag wurde das Übungsgelände und die Unterkunft wieder in ihren Ursprungszustand versetzt so das wir gegen Mittag die Rückfahrt nach Hildesheim angetreten haben. 


  • Aufbau von Abstützungen aus Holz und dem EGS.

  • Erkundung der Einsatzstelle bei der Übung.

  • Aufbau von Abstützungen aus Holz und dem EGS.

  • Bau eines Delta-Auslegers als Anschlagpunkt für das Rollgliss-Gerät.

  • Auf-und Abseilen von Personen mit dem Rollgliss.

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